Die Natur, im weitesten Sinne, stand mir in all meinen Schaffensperioden Modell. Wasser- und Gebirgslandschaften, mein Naturgarten, der schon mein Grossvater pflegte, und Stilleben wurden bevorzugte Motive. Die Natur habe ich nicht nur auf Leinwand gebannt, sie hat auch mein Leben, meinen Lebensweg massgebend beeinflusst.

Wie die griechische Götterwelt in und aus der Natur geboren wurde, so ist diese mir zum Lebensinhalt, zur Lebenskraft geworden. In ihrer Ganzheit sehe ich Sinn und Zuversicht, mich jeden Tag neu über etwas zu freuen, sei es im Erblühen einer Blume, im Flattern eines Schmetterlings, im Gesang eines Vogels oder an den Farbstimmungen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Anfänglich meines malerischen Schaffens fühlte ich mich der Gegenständlichkeit des Motivs verbunden, doch mehr und mehr löste ich mich zu Gunsten einer Verfremdung der Gegenständlichkeit. Raum, Form und Rhythmus begann ich zu gestalten. Objekt und Farbe wichen einer Gesamtkomposition. Doch immer blieb die Abstraktion eines Motives der Natur treu, aus der sie letztlich entstanden ist.